Erdbeben legt geheimen Tempel frei

Morelos – Nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2017 ist mexikanischen Forschern nun ein Sensationsfund gelungen. Nahe der Stadt Cuernavaca wurde eine Teopanzolco-Pyramide durch das Erdbeben stark beschädigt, wodurch die Überreste eines Tempels gefunden werden konnten, welcher dem Regengott Tlaloc gewidmet war. Der Name Tlaloc bedeutet Übersetzt „der, der Dinge spießen lässt“. Er war einer der bedeutendsten Götter, welchem die Macht über das Wetter – insbesondere dem Regen – zugesprochen wurde. Durch die starken Eruptionen wurde die innere Struktur des Tempels stark verändert, wodurch der bis dahin unbekannte Tempel des Regengottes freigelegt wurde. Nach Einschätzungen von Experten wurde dieser Tempel etwa im Jahr 1150 gebaut und hatte eine Länge von sechs und eine Breite von vier Metern.

Neuer Krater am Popocatepetl

Puebla – Bei einem Beobachtungsflug mexikanischer Wissenschaftler konnte ein neuer, so genannter Lavadom im Krater des Vulkans Popocatepetl festgestellt werden. Häufig kommt es durch solch einen Lavadom zur Verstopfung des Vulkan-Schlots, wodurch sich der Druck innerhalb des Vulkans stetig erhöht und es schließlich zur Explosion kommt. Die Aschewolke konnte sogar in Mexiko-Stadt wahrgenommen werden. Der Vulkan Popocatepetl ist seit den 1990er-Jahren wieder aktiv. Er ist fester Bestandtteil des pazifischen Feuerrings. Dort treffen verschiedene Kontinentalplatten aufeinander, weswegen es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt. Der Popocatepetl, von Einhemischen auch liebevoll „El Popo“ genannt, ist mit einer Höhe von 5452 Metern nach dem Vulkan Citlaltépetl der zweitgrößte Mexikos.